Helmut Theodor Rohner | PORTRÄT

Aktuelles - Leserbriefe 2018

In Leserbriefen nimmt der Autor seit Jahren eifrig Stellung zu Fragen, die in den Medien gestellt werden. Eine Auswahl davon soll hier angeführt werden.

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Leserbriefe 2018


Weltgebetstag der Frauen

Heuer wir der Weltgebetstag der Frauen weltweit in rund 170 Ländern, in Österreich in etwa 370 und in Vorarlberg in 13 Pfarreien und Gemeinden am Freitag, den 2. März gefeiert. Den Gottesdienst vorbereitet haben diesmal die Frauen von Surinam, dem kleinsten Land Südamerikas. Heute noch sind 90 % des Staatsgebietes Regenwald und somit ein Paradies für 1000 Baumarten und 715 Vogelarten. Doch auch dort gibt es Menschen, die die Natur und die Mitmenschen, besonders die Frauen und Mädchen, rücksichtslos ausbeuten. Deswegen liegt der Hauptakzent des Gebetes und der finanzierten Projekte auf der Achtung und Wertsschätzung aller Geschöpfe Gottes. Der Weltgebetstag der Frauen wird ökumenisch gefeiert und stammt ursprünglich aus Nordamerika. Doch schon vor 91 Jahren, am 4. März 1927 überschritt er erstmals die Grenzen der USA. Unterstützt werden heuer 13 Projekte in 11 Ländern, davon zwei in Surinam selbst, wie ein „Frauentaxi“ oder eine Anlaufstelle für Mädchen und junge Frauen in Schwierigkeiten. Und wer es immer noch nicht wissen sollte, dem verrate ich hier: Bei den Gottesdiensten am 2. März sind Männer genauso willkommen wie Frauen.

Pfr. Helmut Rohner, Bahnhofstrasse 18/10, Dornbirn
Leserbrief, 9. Februar 2018 (Einsendedatum)


Bischof Kräutler ist begeistert

Bischof Erwin Kräutler nahm am Papstgottesdienst in Puerto Maldonado/Peru teil, wo der Papst rund 4.000 Vertretern von über 20 Völkern und Volksgruppen Amazoniens zurief: „Wehrt euch gegen kulturelle Uniformierung!“ Kräutler zeigte sich begeistert: Der Papst sprach wirklich von den Themen, die unsere Herzen bewegen. Indigene Völker haben eine Botschaft an die ganze Welt: die Fähigkeit der Menschen, in Harmonie mit Gott, mit den andern, aber auch mit der Umwelt zu leben. Das Blut der indigenen Völker, das zum Himmel schreit, bekommt in Papst Franziskus eine Antwort der Liebe, der Zärtlichkeit und einer Unterstützung für das Überleben dieser Menschen, nicht nur kulturell, sondern auch physisch. In Bezug auf die kommende Amazonas-Synode meint Kräutler: „Der Papst sagte mir, dass er mutige Antworten von den Bischöfen erwartet. Und ich denke, dass die Synode für den Amazonas ein geeigneter Moment wird, um diese mutigen Vorschläge zu präsentieren.“

Pfr. Helmut Rohner, Bahnhofstrasse 18/10, Dornbirn
Leserbrief, 1. Februar 2018 (Einsendedatum)


Ermutigung

Auf seiner 6. Lateinamerika-Reise nach Chile und Peru legte der Papst wie immer seinen Finger auf die Probleme, Missstände und Nöte der dortigen Menschen. Er sagte z. B., die indigenen Völker Amazoniens seien wahrscheinlich „noch nie derart bedroht wie sie es heute sind“. Aber in erster Linie wollte er allen Ermutigung zur Hoffnung vermitteln. Die Bischöfe forderte er auf, wagemutiger zu sein und die Missstände anzuprangern. Den Priestern riet er, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen und über sich selbst lachen zu lernen. Die kontemplativen Ordensfrauen bat er, in ihrem Gebet die Gefangenen, Flüchtlinge, Verfolgte, verwundete Familien, Arbeitslose, Arme, Kranke und Suchtopfer“ mitzutragen. Den Jugendlichen rief er zu: „Gebt nicht auf! Verliert die Hoffnung nicht!“ „Wenn Jesus uns ansieht, fragt er nicht, wie perfekt wir sind, sondern er denkt an all die Liebe, die wir im Herzen haben.“ Alle erinnerte Papst Franziskus daran, dass Jesus eine Bewegung der Hoffnung begann. Wir sind alle Teil eines großen und langen Lebensstromes, den Gott seit langem mit der Menschheit geht. In diesem Strom kam die Frohbotschaft der Liebe bis zu uns, damit wir sie als Gegenmittel gegen die Gleichgültigkeit einsetzen.

Pfr. Helmut Rohner, Bahnhofstrasse 18/10, Dornbirn
Leserbrief, 22. Januar 2018 (Einsendedatum)


Verheiratete Priester bereits 2019

Die Amazonas-Bischöfe werden auf ihrer Synode 2019 die Weihe von verheirateten Männern zu Priestern beschließen und der Papst wird ihnen Rückendeckung geben. Das wird dann andere unter Druck setzen, dasselbe zu tun. Das und einiges mehr vermutet der Wiener Pastoraltheologe Paul Zulehner. Aus der Überwindung des Zentralismus ergebe sich eine „Revolution“, wenn Rom bereit sei, in die Schule der Regionen, Kontinente und Bischofskonferenzen zu gehen. Auch der nächste Papst werde voraussichtlich ein Nicht-Europäer sein. Laut Zulehner mutet Papst Franziskus der Kirche zu, dass sie pastoraler wird, indem sie nicht mehr Gesetze und Sünden in den Mittelpunkt stellt, sondern versucht, die verwundeten Menschen zu heilen. Sozialer sei die Kirche durch Franziskus geworden, indem sie nicht nur den Einzelnen hilft und deren Rechte verteidigt, sondern eine Sozialpolitik zur Überwindung der Armut fördert und fordert.

Pfr. Helmut Rohner, Bahnhofstrasse 18/10, Dornbirn
Leserbrief, 8. Januar 2018 (Einsendedatum)


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